Widrige Bedingungen am Clubmeisterschafts-Sonntag

Clubmeisterschaft / Clubpokal: Alle wahre Champions!

Am Samstag hatten die "Meisterschafts-Aspiranten" in der ersten Runde der Clubmeisterschaft noch Wetterglück. Der Sonntag jedoch stand ganz im Zeichen eines allzufrühen, nassen Herbsttages: Viele Wolken, noch mehr Regengüsse und kühle Temperaturen. Garstig und nass präsentierte sich die Anlage den 31 Teilnehmerinnen und Teilnehmern des eintägigen Stableford-Clubpokals sowie dem Strokeplay-Feld (61 Teilnehmende) an der Clubmeisterschaft über zwei Tage.

Clubpokal: Chapeau allen Teilnehmenden!

Frühmorgens wagten sich die Teilnehmer auf den Abschlag 1 - wie immer spielt das Clubpokalfeld vor Runde 2 der Clubmeisterschaft. Eine dunkelgrau und nasse Sache an diesem Sonntag Morgen um halb acht! Trotz der Erleichterung, den Ball auf den Fairways besser legen zu dürfen, wurden die Platzbedingungen alles andere als einfach. Viel zeitweiliges Wasser auf dem Gelände und in den Bunkern sowie Regen begleiteten die Spieler während ihrer Runde. Die Nässe sorgte für kurze Schläge und viele Steckschüsse. Die Frage von Beni Melliger Muller an ihre Flightpartner war berechtigt: "Was haben wir angestellt, dass es so schifft?" Ein echter Härtetest für alle Spieler, vor allem die Schönwettergolfer unter uns, in mentaler Hinsicht und für deren Ausrüstung in puncto Wasserdichtigkeit.

Die 31 Clubmitglieder starteten in zwei Kategorien. Im Rahmen eines „Apéro riche“ fand die Siegerehrung der diesjährigen Meisterschaften statt. Da zeigte sich, wer mental am besten mit den schwierigen Bedingungen zurechtkam: Der Gewinner der ersten Kategorie (HCP Pro bis 18.0) des Clubpokals ist Kilian Zahner mit 33 Stableford-Punkten, gefolgt von Jürg Andrea Thöny und Sergio Saligari mit je 31 Punkten. In der zweiten Kategorie (HCP 18.1 bis 36.0) schwang Isabella Huber mit 33 Punkten oben aus. Zweiter wurde Stephan Odermatt mit 32 Punkten. Jolanda Crameri Jeffries reüssierte auf dem dritten Rang. Herzliche Gratulation an alle Gewinner, die ihre Ergebnisse erfolgreich ins Trockene brachten!

Im gemütlichen Saal im Albero konnten alle Teilnehmenden von Clubpokal und Clubmeisterschaft bereits wieder viel Lachen und bei Wein und warmen Leckereien über gewisse Wasserballett- oder Wasserhandball-Einlagen schmunzeln. Der verregnete Sonntag bleibt sicherlich in Erinnerung.

 

Clubmeisterschaft: Alles echte Champions!

Eines vorweg: Allen Unentwegten, die dieses Jahr an der Clubmeisterschaft teilgenommen haben, gebührt grosser Respekt. Das Kalt- und Schlechtwetter am Sonntag war lange voraus in Sicht, dennoch standen über sechzig Clubmitglieder am Start der zwei Strokeplay-Runden, wild entschlossen, aller Unbill zu trotzen. Echte Champions sind sie alle, bei diesen Witterungsbedingungen! Aber natürlich galt es, über die 2 Tage und 36 Löcher je 1 Clubmeisterin und 1 Clubmeister zu finden - mehr Platz ist auf der Ehrentafel nicht.

Bei den Damen: Spannender als erwartet

Bei den Damen war die Ausgangslage scheinbar klar: Die mit Abstand bestklassierten Marta Frieden, Sophia Sindersberger und Hannah Wasser würden wohl den Titel unter sich ausmachen. Doch diese Meisterschaft war viel spannender als in früheren Jahren: Sophia und Marta erwischten einen 'mässigen' Samstag (je 80 Schläge), Hannah zog einen schwarzen Tag ein. Derweil machte die junge Sara Übelhart mit mutigem Spiel, tollem Swing und treffsicheren Putts auf sich aufmerksam. Eine 81, vier unter ihrer Spielvorgabe, sowie der Platz im sonntäglichen Leaderflight war der verdiente Lohn. Leider fand das Märchen (noch) kein glückliches Ende: Sara verletzte sich am Sonntag während der Runde und musste nach den Front Nine aufgeben.

Das machte das Rennen um Platz 3 plötzlich wieder offen. Helen Töngi und Pamela Torres, im gleichen Flight gestartet, lieferten sich einen harten Fight und spielten die entscheidenden Back Nine bis und mit Loch 16 völlig identisch. *** Go for Chnuschperchugele! *** Wer würde zuerst einen irreparablen Fehler machen? Der Spielzufall gepaart mit dem Bunker am Grün 17 (die seenreichen und zementartigen Bunker waren gestern definitiv "not the place to be"!) stellte die Weichen und verschaffte Helen drei Schläge Vorteil, die sie an der Spielbahn 18 nicht mehr hergab.

Derweil spielte im Flight dahinter Sophia relativ stressfrei ihrem ersten Clubmeistertitel entgegen. Marta verzeichnete einen schlechten Start und lag nach den Front Nine bereits mit 6 Schlägen in Rückstand. Davon konnte sie zwar noch 3 Schläge aufholen, doch 'gingen ihr die Löcher aus', um Sophia noch ernsthaft unter Druck zu setzen. Herzliche Gratulation an Sophia, verdiente Clubmeisterin 2019!

 

Herren: (Fast) Start-Ziel-Sieg für Dale Muller

Dale Muller, handicapmässig bestklassierter Starter im Feld der 45 Herren, startete suboptimal in die diesjährige Clubmeisterschaft. An den ersten Löchern notierte er bereits etliche unvorhergesehene Schläge, vermochte mit einigen Birdies den Schaden aber bis am Ende der Runde 1 wieder fast zu reparieren. Mit 76 lag er nur einen Schlag hinter dem führenden Mitfavoriten Mads Borgen. Gleichauf der hervorragend aufspielende Gregory Dinneen, der am Samstag seine Vorgabe netto gleich um 5 Schläge unterspielte! Dahinter lauerten weitere Spieler in aufholbarer Sichtweite zur Spitze. 

Am Sonntag spielte Dale den Witterungsbedingungen angepasstes 'stoisches' Golf, nahm die glückliche Unterstützung durch Büsche und Bäume dankend an und scorte regelmässig seine Pars, ein paar Bogeys und zwei Birdies. Die 76er Runde reichte, um seine Konkurrenten mit Respektabstand auf Distanz zu halten. Die meisten der Top-Ten vom Samstag konnten am Sonntag nicht nachlegen - zu viel riskiert auf der Aufholjagd? Einzig Michel Bühlmann (ebenfalls eine hervorragende 76) und Pascal Simon mit einer 79 konnten einigermassen mithalten. Pascal holte sich damit Platz 2. Gregory hingegen konnte sein Handicap "nur noch" um 1 Schlag unterspielen, rettete aber den sehr guten dritten Platz brutto an der Clubmeisterschaft 2019 ins Ziel - einen Schlag vor Michel. 

Die Knusperkugeln für den Sieg in den Nettowertungen erbten Karin Kuster und Chris Thomas, die sich je hinter zwei Brutto-Preisgekrönten auf Netto-Rang 3 vorgespielt hatten. Gratulation auch an sie. Und Kompliment an alle, die sich durchgekämpft haben und dabei erst noch vernünftiges Golf (in jeder Bedeutung des Wortes!) gespielt haben. Der Sonntag verlangte den Golfenden sehr viel Energie, Durchhaltevermögen und die richtige Einstellung zu den Bedingungen (Wetter, langsames Spiel, Platzbedingungen) ab und man darf wohl mit Fug und Recht behaupten, dass die Clubmeister sich ihre Meriten redlich verdient haben.

Herzliche Gratulation an die neue Clubmeisterin Sophia Sindersberger und den (mit Unterbruch) wiederkehrenden Clubmeister Dale Muller.

 

 

 

 





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